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Wer hat recht?

Meine Rede als Trauzeuge hat den Bräutigam gekränkt: Dabei war sie lustig

Dilemma der Redaktion28. Oktober 2026· Stimm als Erste oder Erster ab

Von der Redaktion ausgedachte Geschichte, um die Diskussion anzustoßen, kein echter Erfahrungsbericht.

Meine Version

Mein bester Freund hat mich zum Trauzeugen gemacht. Zur Rede hat er nur gesagt: „Bring mich zum Lachen, aber nicht zu lange.“ Ich habe fünf Minuten Erinnerungen geschrieben, darunter die Geschichte von seinem Führerschein: viermal durchgefallen, einmal davon, weil er im Kreisverkehr den Motor abgewürgt und dann gehupt hat, um sich beim Prüfer zu entschuldigen. Der ganze Saal hat gelacht, auch die Braut. Der Bräutigam hat gequält gelächelt. Später am Abend hat er mir vor mehreren Gästen vorgeworfen, das vor seinem neuen Schwiegervater erzählt zu haben, der Fahrlehrer ist. Das wusste ich nicht. Er ist tanzen gegangen, ohne das Gespräch zu beenden.

Die Version der anderen Seite

Der Bräutigam erklärt, dass er mich gebeten hatte, ihn zum Lachen zu bringen, nicht, ihn vor einer Schwiegerfamilie lächerlich zu machen, die er noch kaum kennt. Er hatte diese Geschichte nie erzählt und sich immer ein bisschen dafür geschämt. Ein Trauzeuge lässt seine Rede gegenlesen oder fragt zumindest, welche Themen tabu sind. Er gibt zu, dass er den falschen Moment gewählt hat, um mir das zu sagen.

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