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Wer hat recht?

Kamera aus im Videocall: Hat meine neue Chefin recht?

Dilemma der Redaktion28. Oktober 2026· Stimm als Erste oder Erster ab

Von der Redaktion ausgedachte Geschichte, um die Diskussion anzustoßen, kein echter Erfahrungsbericht.

Meine Version

Ich arbeite drei Tage pro Woche im Homeoffice, in einer Ecke meiner Küche. In Videocalls schalte ich die Kamera fast immer aus. Ich rede, ich mache mit, ich teile meinen Bildschirm, aber man sieht mich nicht. Ich mag mich nicht eine Stunde lang in einem kleinen Kästchen sehen, und hinter mir stehen das Abtropfgestell und der Wäscheständer. Meine neue Chefin hat das ganze Team gebeten, die Kamera einzuschalten, „damit wir uns näherkommen“. Zweimal hat sie mich im Meeting darauf angesprochen, freundlich, aber vor allen. Ich bin effizient, das war ich schon immer. Ich sehe nicht ein, warum mein Gesicht eine Bedingung für gute Arbeit sein soll.

Die Version der anderen Seite

Meine Chefin erklärt, dass sie gerade erst angefangen hat und das Team noch nicht kennt. Mit einem grauen Kreis zu reden macht es schwer zu merken, ob eine Ansage ankommt oder jemand abschaltet. Die Kamera verlangt sie nicht den ganzen Tag, nur in den Teammeetings, und sie erinnert daran, dass man den Hintergrund mit einem Klick unscharf stellen kann.

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